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buenos dias Argentina!!!!!!!!!

Argentinien , das Land der Gauchos, gilt als absolutes Fleischland. Vorallem die Rinderzucht ist hier weitverbreitet. In den Weiten der Pampa koennen die Tiere frei grassen , wodurch das FLeisch aromatisch und saftig wird. Wen wundert es da, das dort gerne und viel gegrillt wird. Aber auch Lamm ist weitverbreitet.

Die Argentinier lieben Asado.  Asado heisst so viel wie grillen, grillen grillen. Wer keinen Garten hat , geht in Parillas, grosse Grillrestaurants. Das Grillen wird regelrecht zelebriert, die Grills sind riesig , genauso wie die Fleischportionen. Gegrillt wird alles was das Tier hergibt. Es gibt nichts, was nicht als Grillgericht verwendet wird.

Ein anderes beliebte Gericht sind Eintoepfe.

Einer der bekanntesten ist Locro. Er besteht vielen Zutaten, hauptsaechlich Mais, Kartoffeln , FLeischstuecke und Kuerbis und Chili’s.

Sehr beliebt sind auch Empandas. Teigtaschen die mit Rindfleisch, Huehnchen oder auch Thunfisch und verschiedenen Gemuese gefuellt werden.

Eine weiter Spezialitaet ist humitas. Ein Maisbrei , der im Maisblatt eingeschlagen wird und gekocht wird.

Sehr beliebt als Dessert ist Dulce di Leche. Das ist eine Karamelcreme, die in Argentinien zu allem gegessen wird. z,B. als Brotaufstrich, auf Kuchen oder Keksen.

Da Argentinien ein beliebtes Auswanderland fuer Italiener ist, findet man hier auch Nudeln, Gnocci und Pizza weitverbreitet. Aber auch viele Gerichte aus Spanien.

Das beliebteste Getraenk ist Mate. Mate aus den Blaettern des Yerbubusches hergestellt. Traditionell wird Mate aus einem ausgehoehlten Kuerbis getrunken. Dazu gehoert immer eine Art Strohhalm aus Metall.

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Weck, Worscht un Woi! Die Kueche der schoenen Pfalz

Wie ja bekannt ist komme ich aus der schoenen Pfalz, das schoenste Stueckchen Erde in Deutschland. Und was liegt also naehr als ueber die Kueche der Pfalz zuschreiben.

Unsere traditionelle Kueche ist sehr deftig. Die Pfalz ist ein sehr landwirtschaftlich gepraegtes Gebiet mit vielen Waeldern, Felder und Baechen. Viehzucht und Ackerbau waren bzw. sind immer noch gross angesehen.

Eine grosse Rolle spielt die „Worscht“ (Wurst).  So liebt man hier Blut und Leberwurst , Schwartenmagen oder die ueberalles geliebte Bratwurst.

Lewwerknepp (Leberknoedel) , Flaeschknepp (Fleischkloesse) , ja und das Pfalzer Nationalessen Saumagen, findet man fast in jeder Gaststaette. vorzugsweisse mit Sauerkraut. Der Saumagen der seit Kanzler Kohl jeder kennt, und den so macher Staatsbesuch probieren musste, gibt es in unzaehligen Arten und Vielfalt. Auch das Schweinepfeffer ( mit frischen Schweinblut abgebundes Pfefferfleisch) gehoert zu den Traditionsgerichten.

Auch die Metzelsupp‘ wird hier hoch geschaetzt, das ist die Bruehe in der die Wuerste gekocht wurden.

Durch die Vielzahl der Baeche und den Rhein entstanden durch Stauungen viele Fischzuchten. Man findet Forellen, Zander, Hecht und Zuchtkarpfen. So findet noch heute in verschiedenen Gemeinden Fischerfeste statt. Das bekannteste ist wohl das Wormser Backfischfest.

Die Dampfnudeln mit ihrer knusprigen salzigen Kruste gehoert genauso zu den Lieblngsessen der Pfaelzer wie Grumbeer’supp un Quetschekuche (Kartoffelsuppe und Pflaumenkuchen ).

G’quellte un weisser kaes‘ (Pellkartoffeln Mit Quark) sind ueberall beliebt.

Und im Herbst wen es den Neie woi (neuen Wein) gibt, findet man ueberall Zwiwwelkuche (Zwiebelkuchen) und Keschte (Kastanien)

Aber auch hier gibt es Reginale unterschiede.

So wird in der Vorder und Suedpfalz sehr viel Wein angebaut. Entlang der Deutschen Weinstrasse, von Bockenheim bis Schweigen, reiht sich ein Weinberg an den anderen. Und da wir Pfaelzer ein geselliges , lustiges Voelkchen sind, das essen und trinken und feieren sehr schaetzt,  findet man neben vielen Weingueter unzahelige Restaurant, Weinstuben und bewirtete Gutshoefe.

Und da die Region als eine der waermsten Deutschland gilt, wen wundert es da, das Feigen, Aprikosen, Kiwi, Pfirsche und Mandeln gedeihen wie in Italien oder den anderen Mittelmeerlaendern.

DIe Liebe zum Essen zeigt sich auch in den vielen Festen die so klangvolle Namen wie Spargelfest, Handkaesfest, Saumagenkerwe oder Wurstmarkt tragen. Ja der Wurstmarkt, das groesste Weinfest der Welt. Ein MUSS in der Pfalz. Wer den Wurstmarkt nicht besucht hat, hat die Pfalz nicht erlebt.

Noch ein paar typische Pfaelzer Gerichte:

Hoorische Knepp (Kartoffelknoedel aus rohen Kartoffeln)

Grumbeerpannekuche (Kartoffelpuffer)

Kerscheplotzer (ein Kirschauflauf mit altbackenen Broetchen und viel Kirschen)

Und weil wir das essen und trinken so schaetzen, haben viele Mundartsaenger auch das essen musikalisch vertont, so z.B. der von mir ueberalles geschaetze Kurt Dehn. Er besang den Saumagen, die Grumbeersupp , die Blutworscht und natuerlich den allseits geschaetzten Woi (Wein)

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Viva la Mexico!!!!!!!!

 

Die Kueche Mexikos, fuer mich eine der besten der Welt, zeichnet sich durch 2 verschiedene Stile ab: den alten-einheimischen Stil, der gepraegt wurde durch Azteken, Mayas, Olmeken oder Zapateken, sowie den kolonialen-Spanischen Stil.

Ursprueglich basierten alle Gericht auf Mais. Dieser Mais war so wertvoll, das die Azteken eine Maisgott verehrten, dem grausame Blutopfer dagebracht wurden um ihn gnaedig zu stimmen und fuer einen gute Ernte zu sorgen. Die 2. wichtige Zutat waren Chilies, die zu allem gereicht wurden, ja sogar in der xocolatl mitverwendet wurden . xocalatl ist nicht mit dem heutigen Kakao zu vergleichen, vielmehr war es ein bitters Getraenk dem weiter Gewuerze zugesetzt wurden um ihn schmackhaft zu machen. Er wurde auch das Getraenk der Goetter genannt, was seinen besonderen Stellenwert wieder herausstreicht.

Weitere Pflanzen die in Mexico ihren Ursprung haben sind z.b. die Tomate, die Vanille, Erdnuesse und Avocados. Hauptbestandteile der Nahrung waren auch Bohnen und Kuerbis.

DIe Agave wurde auch in allen ihren Teilen benutzt. Der suesse Saft bekamen die Kinder, gegoren wurde er zu Mexcal oder Tequila. Die Spitzen der Blaetter wurden zu Nadeln und aus dem Fruchtfleisch machte man eine Art von Seife. Aus den Fasern wurden Sisalseile gewunden, die noch heute fuer die besten Haengematten verwendet werden.

Nachdem Herando Cortes Mexico erobert hatte, kamen dann Zucker, Schwein und Rind dazu. Vorher ernaehrten sich die Ureinwohner von Hunden , Truhthaehnen aber auch allem was das Meer hergibt.

So versuchten auch die Spanier den Maiseinbau durch den Weizenanbau zu verdraengen was aber nicht gelang.

Heute wird oft die Tex-Mex Kueche als Mexicanische Kueche bezeichnet, was aber falsch ist, den bei Tex-Mex handelt es sich um die Esskultur der USA.

In Mexico werden fast zu jeder Mahlzeit Torillas gegessen, das sind duenne Fladen aus Maismehl, die heute noch fast jede Hausfrau zu Hause selber macht.

Bekannte Gerichte der Mexikanischen Kueche:

Mole Poblano :  eine Sosse auf verschiedenen Gewuerzen und Schokolade, die vorallem zu Gefluegel verwendet wird.

Pescado ala veracruzana: Fisch mit viel Tomaten, Chili

Tamales: ein Gericht aus Maismehl , das oft im Maisblatt gedaempft wird.

Guacamole: Avocadopaste

Chili Rellenos: gefuellte Chilischoten

Nopales: junge Blaetter einer Kaktusart , die in Streifen geschnitten, gekocht und als salat gegessen werden.

churros: in Oel ausgebackene Teigstangen, die in eine dicke Schokolade getaucht werden.

Nieves und Rasados: das erste ist ein Eisschnee, das zweite wird von einem grossen Eisblock abgeschabt und dann mit Sirup uebergossen.

Flan de Caramel: Karamelcreme

 

Chili con Carne , Nachos oder auch Tacoshells sind NICHT mexicanisch sondern aus der Tex-Mex Kueche und sind in Mexiko weitgehend unbekannt.

 

An Chilisorten kennt man hier so viele, das man sie garnicht alle nennen kann. Der bekannteste ist der Jalapeno. Desweiteren gibt es chili anchos, chili Habanera, chili de arbol, chili chipotl , chili serrano. Das sind nur einige der vielen chiliarten.

Eine besonderheit in Mexico habe ich selbst probiert und fuer sehr lecker befunden. Das waren in Oaxaca die geroestet Heuschrecken, die von Verkaeuferinnen auf dem Markt frisch geroestet angeboten wurden. Der Geschmack erinnert an Erdnuesse die leicht saeurlich sind. Sollte man unbedingt mal probieren, wen man in der Gegend von Oaxaca ist.

 

 

 

Ataif (kleine aegyptischen Pfannkuechlein)

Ataif wird vorallem bei Festen und Hochzeiten gegessen. Vor allem auch waerend des Ramadanmonats.

Frueher war es Tradition in Aegypten das die Braut am Hochzeitstag von einer Esel oder Kamelkarawane vom Haus der Eltern zum Haus des Braeutigams gebracht wurde. Dabei wurde auch die Aussteuer der Braut in das neue Heim gebracht. Waerend der Braeutigam eine Art Junggesellenabschied mit Taenzern und Saengern feierte, nahm die Braut ein rituelles Bad und wurde dann in einer farbenfrohen Prozession ins Haus des zukuenftigen Mannes geleitet.

Angefuerht wurde der Zug von Musikanten, Taenzern, Jongleuren, Schwert und Feuerschluckern und Maerchenerzaehlern. Dann folgten geschmueckte Wagen. auf dem ersten Wagen fuer ein Kaffeebereiter, mit Tassen, Feuer und alles was man zum Kaffee anbieten braucht , um den Gratulanten ein heisses Getraenk anzubieten. Auf dem 2. Wagen fuhr ein ma’amoulbaecker. Das sind kleine Kuechlein mit Datteln oder Nussfuellung, die ebenfalls den Gaesten angeboten wurden. Auf dem 3. Wagen waren die Pfannkuchenmacher, die Ataif anboten. Kam die Braut dann in ihrem neuen zuhause an, wure ein Fest gefeiert,  bei dem hunderte von Ataifs gegessen wurden. Noch heute wird das bei manchen Beduinenstaemmen so gemacht.

 

Ataif

15 g frische oder 7 g trockene Hefe

1 Tl Zucker

400 ml Wasser

250 g Mehl

 

1. Das Mehl in eine Schuessel sieben, eine Mulde hineindruecken,

2. Die Haelfte des Wassers lauwarm werden lassen, dann den Zucker und die Hefe darin aufloesen und in die Mulde im Mehl geben. ca. 15 min gehen lassen

3. Das restliche Wasser unter staendigem ruehren mit dem Mehl und dem Vorteig verruehren bis ein weicher Teig entsteht, abgedeckt 1 std gehen lassen , bis der Teig Blasen wirft.

4. eine Pfanne duenn einoelen, ich nehm dazu ein Stueck Tuch oder ein  Stueck Kuechenrolle. Die Pfanne stark erhitzen , dann die Temperatur runter nehmen und mit dem Teig kleine runde Pfannkuechlein backen. wen sie auf der einen Seite schoen goldgelb sindum drehen und auf der anderen goldgelb anbraten.

Sirup:

500g Zucker

300 ml Wasser

etwas Zitronensaft

Orangenbluetenwasser

Aus den Zutaten ein dickfluessigen Sirup kochen, abkuehlen lassen.

Die fertigen Ataif auf einem Teller anrichten, mit Sirup uebergiessen. Dazu reicht man Eishta, eine Sahne aus Bueffelmilch und bestreut das ganze mit Nuessen.

 

Man kann die Ataif auch fuellen, dazu macht man alle genauso bis zu Punkt 3. Danach gibt man den Teig Portionsweise in eine Pfanne baeckt die eine Seite der Ataif halb an, nimmt sie raus. Auf den noch fluessigen Teig der oberen Seite gibt man entweder einenTeeloeffel  gehackte Nuesse, die mit etwas Zucker vermischt wurden, oder einen Teeloeffel Eishta, klappt den Pfannkuchen zu und baeckt in auf den beiden Seiten des Halbmondes goldgelb.

Diese gefuellten Eishta uebergiesst man wiederrum mit Sirup und bestreut sie mit Nuessen.

Guten Appetit!

 

 

Servus in Austria!

Heut werde ich mal ein bischen ueber die Kueche Oesterreichs erzaehlen, dem Geburtsland meiner Oma.

Neben Suessspeisen wie Topfenknoedeln, Palatschinken oder Germknoedel hat die oesterreichische Kueche aber noch viel mehr zu bieten. Durch die K.u.K Monarchie findet man Einfluesse verschiedener Kuechen, wie Ungar, Tchechien oder auch Italien. Daneben blieben auch viele Dinge aus der Tuerkenbelagerung haften. So zum Beispiel die Vorliebe der Oesterreicher fuer Kaffee und Mokka, was man vorallem in Wiener Cafehaeusern heute noch richtiggehend zelebriert.

Dort findet man auch die weltbekannten Torten und Gebaecke der oesterreichischen Konditioren. Sachertorte, Dobobs Torte , Prinzregententorte

In den Restaurans tummeln sich neben Wienerschnitzel, Tafelspitz, Krenfleisch ode Backhendl auch Knoedel aller Art, Wildgerichte und natuerlich die bekannten Suessspeisen .So findet man auch in jeder Region Oesterreichs verschiedene Schmankerl die typisch fuer den jeweiligen Landschaftsstrich sind

Niederoesterreich

Hier werden sehr viele Mariellen (Aprikosen ) angebaut, die man dann als Marmelade, Mariellenknoedel oder Mariellenstrudel wieder auf der Speisekarte findet. Ebenfalls angebaut wird auch M.ohn, den jeder als Topping auf Germknoedel oder auch als Mohnkuchen oder auf dem Mohnstriezeln (geflochtene Broetchen mit Mohn bestreut) wiederfindet

Burgenland

Im Burgenland ist die Kueche stark von Ungarn beeinflusst , was auf die lange zugehoerig zum ungarischen Teil der K.u.K. Monarchie zurueck geht. Man verwendet viele Gerichte mit Huhn, Fisch aber auch mit Kohl und Paprika

Typisch fuer diesen Landstrich sind Kohlrouladen, Paprikahuhn, letscho oder grenadienmarsch (gericht aus Kartoffeln, Nudeln, Speck oder Wurst und Zwiebeln

Steiermark

Was wir alle kennen ist Steirer Kuerbiskernoel, ein sehr dunkles , zaehfluessiges Oel

Daraus ergibt sich aber auch eine Vielzahl an Kuerbisgerichten

Kaernten

Durch die vielen Seen des Kaerntner Landes (Woerthersee, millstaetter see….) findet  man eine vielzahl an Fischgerichten. Gerne werden auch Getreide, Milch und Fleisch verkocht

Eine Spezialitaet der Region sind Kaerntner Kasnudeln (eine Art Maultaschen gefuellt mit Quark und Minze

Oberoesterreich

Hier findet man vor allem eine Vielzahl an Knoedeln. Angefangen bei Kartoffelnknoedel, ueber Serviettenknoedel bis hin zu Fleischknoedeln

Die bekannteste Specialitaet Oberoesterreichs ist allerdings die Linzer Torte

Salzburg

Wer kennt nicht Salzburger Nockerl? Suess und locker

Auch merkt man im Salzburger Land die Einflusse von Italien. Auch viele Gerichte mit Preiselbeeren und Heidelbeeren und wie koennte es anders sein, viele viele Knoedelvarianten.

Tirol

Die Tiroler Kueche ist eine sehr deftige Kueche, gern verwendet werden Tiroler Speck findet man auch hier eine grosse Zahl an Knoedeln z.B. Speckknoedel, Spinatknoedel oder Kaeseknoedel. Eine weitere Spezialitaet sind Tiroler Schlutzkrapfen ode rauch Tiroler Groestl

Vorarlberg

Hier spielen Kaese und Kaeseprodukte eine grosse Rolle. Im Vorarlberger Land wird deshalb die Viehwirtschaft hauptsaechlich zur Milchgewinnung betrieben

Bekannte Gerichte der Region sind Flaedlesuppe, Kaesespaetzle, Apfelkuechlein, Vorarlberger Kaessuppe

Neben dem Essen spielt in Oesterreich auch das trinken eine grosse Rolle. Nicht nur die unzaehligen Kaffeesorten werden verkoestigt sondern auch Wein und Bier werden in grossen Mengen produziert und exportiert