Archiv | Juni 2012

Tuerkischer Honig oder womit der Sultan die Haremsfrauen beschenkte!

Tuerkischer Honig oder weisser Nougat haben eigentich nichts mit dem braunen Nougat zu tun, den man findet kein Kakao darin. Tuerkischer Honig hat nicht mit Lokum zu tun, das auf englisch Tuerkisch delight heisst und oft faelschlich als Tuerkischer Honig bezeichnet wird. Angeblich hat frueher der Sultan der Dame die er an diesem  Abend begluecken wollte, diese Suessigkeit geschickt.

DIe Herstellung ist ein bischen aufwendig aber es lohnt sich:

 

4 Eiweiss

15g Puderzucker

300g weisser Zucker

300g klarer Honig

etwa 50g Kakaobutter

35 g grob gehackte Walnuesse

40 g Mandel ebenfalls grob gehackt

(Original wuerde in die Masse auch noch Zitronat und Orangeat reingehoeren und anstatt Walnuessen Pistzien)

GANZ WICHTIG: eine Metall oder Edelstahlschuessel,

 

1.Das Eiweiss wird mit dem Puderzucker in der Metallschuessel steif geschlagen.

2. der Zucker mit 200 ml Wasser ebenfalls in eine Schuessel geben und ueber dem Wasserbad langsam aufloesen lassen. dann so lange erwaermen bis der Zucker eine Temperatur von ca. 140 grad hat.

3.den Topf vom Herd nehmen, und die Schuessel mit dem geschlagenen Eiweiss auf das Wasserbad setzen und zuegig den geschmolzenen Zucker unterruehren

4.es muss so lange geruehrt werden bis sich das Eiweiss und das Zuckerwasser gut vermischt haben.

5. nun kommt der Honig dazu und jetzt beginnt die haerteste Arbeit: ruehren und zwar solange bis sich die Masse vom Rand der Schuessel abloest.

6. wen das dann soweit ist kommt die  g Kakaobutter und die Nuesse die vorher grob gehackt wurden, dazu und werden untergruehrt.

7. Diese Masse wird dann auf ein Blech geschuettet, das mit Backpapier belegt wurde.

8. Masse mit einer nassen Palette oder Messerruecken glatt sreichen und komplett auskuehlen lassen

9. Nach dem erkalten Blech stuerzen, Backpapier entfernen und den tuerkischen Honig in viereckige Stuecke schneiden.

10. die restliche Kakaobutter schmelzen und die fertigen Rechtecke damit einstreichen, das gibt einen schoenen Glanz. Diesen Schritt muss man aber nicht unbedingt machen, es geht auch ohne

 

Varinate: man kann 2 Massen herstellen und eine davon mit etwas roter lebensmittelfarbe rosa faerben. Anstatt walnuessen, ist es auch moeglich Erdnuesse oder Haselnuesse zu benutzen.

 

 

 

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Safran, Gewuerz aus 1001 Nacht

Schon in der griechischen Mythologie wird berichtet, das Zeus auf einem Bett aus Safran schlief. Auch im beruehmten Ebers Payrus wird Safran erwaehnt genauso wie in der Bibel. In Italien und Griechenland wurde Safran als Faerbe und Heilmittel verwendet. So wurden zum Beispiel die Togas hochstehender Roemer mit einer Randstreifen aus Safran eingefaerbt.

Der Name Safran stammt urspruenglich vom arabischen Wort zafran oder zafara ab, was soviel wie glaenzend, hervorstechend bedeutet. Die Pflanze aus der der Safran geerntet wird ist der Krokus. Der Name Krokus stammt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie Faden.

Heute spielt Safran vor allem als Gewuerz eine Rolle, wird aber auch manchmal bei Naturheilkundlern bei Menstruationstoerungen und Kraempfen eingesetzt.

Safran ist das teuerste Gewuerz der Welt.  Um 1 kg Safran zugewinnen benoetigt man ca. 15 000 Blueten. 1 Gramm Safran reicht aus um 100l  Wasser gelb zu faerben.

Man sollte Safran nicht in grossen Mengen zu sich  nehmen, den es kann zu Vergiftungserscheinungen fuehren.

Angebaut wird Safran im Iran, in Kaschmir und im Mittelmeerraum.

Ein Gramm Safran wird momentan nicht unter 5 Euro gehandelt. Will man Safran kaufen, sollte man kein gemahlenen Safran sondern Faeden kaufen. Oft wird Curcuma als Safran ausgegeben. Vorallem in der arabischen und indischen Kueche findet Safran Verwendung.

Typische Gericht mit Safran sind Paella, Risotto milanese, aber auch im Kuchen wird es als Faerbmittel eingesetzt, was schon Kinder beim Liedchen  „backe, backe Kuchen “ lernen.

Pfaelzer Dampfnudel

 

GOTT ERHALT’S , DIE SCHOENE PFALZ

Heute werde ich mal ein traditionelles Gericht aus meiner Heimat vorstellen, die Pfaelzer Dampfnudel. Noch heute streiten sich Bayern und Pfalz um das Vorrecht, die Dampfnudel dem jeweiligen Bundesland zuzuordnen. Ich als Pfaelzerin sag natuerlich , nix da ihr Bayern, die Dampfnudeln gehoert in die schoene Pfalz :-))))

Die Pfaelzer Dampfnudeln soll oben schoen weiss und glaenzend sein und untern eine knusprige, krosse Salzkruste haben. Man isst sie sowohl zu Woisoss (weinsosse) oder Vanillesosse, als auch zu Grumbeer’supp (Kartoffelsuppe), machmal auch zu Gulasch oder Schweinepfeffer.

Hier das Rezept:

500g Mehl

60g Zucker

60g Butter

Salz

1 Ei

25g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe

1/4l Milch

1. Mehl in eine Schuessel oder auf den Tisch sieben und eine Kulle hineindruecken

2. Zucker und Salz ueber den Mehlrand streuen

3. Milch leicht erwaermen, in die Mehlkulle geben und die Hefe drin aufloesen.

4. Diesesn Vorteig ca. 15 min gehen lassen

5. Die weiche Butter und das Ei dazugeben und alles gut verkneten

6. Der Dampfnudelteig mag es , wen er lange geknetet, „geschlagen“ und gewalkt wird. So wird er schoen locker

7. zugedeckt ca. 45 -60 min gehen lassen.

8. Den Teig wieder „zusammenschlagen“ , in 14 Stuecke teilen.

9. Aus jedem Teil eine Kugel formen, die oben ganz glatt sein sollte.

10. wieder ca. 30 min gehen lassen!VORSICHT: bitte schoen zugedeckt lassen beim gehen, damit der Teig nichht zusammen faellt

11. in eine Pfanne 3/4 Teeloeffel Salz, 1 Essloeffel Butter , Samna  (original Schweineschmalz) und 1/8 l Wasser geben, kurz erhitzen und 7 Kugeln in die FLuessigkeit setzen.

12. Deckel auf die Pfanne, Fluessigkeit kurz aufkochen lassen, und Hitze runternehmen. Waerend des Backvorgangs den Deckel nicht anheben, den es sammeln sich Wassertropfen am Deckel und wen diese auf die Dampfnudeln fallen, fallen diese zusammen. Am besten ist eine Gusspfanne mit Glasdecke. Aber auch Teflon oder Emailpfannen eigenen sich gut. Frueher hatte jede Hausfrau eine Pfanne nur fuer Dampfnudeln!

13. Man „hoert“ wen die Dampfnudeln fertig sind, den dann knackt es. Was heisst, das die ganze Fluessigkeit verdampft ist und sich ein schoen Kruste gebildet hat. Diese Kruste ist das markante der Pfaelzer Dampfnudeln, schoen salzig und lecker!

 

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Und zum guten Schluss noch ein Gedicht vom Pfaelzer Mundartdichter Walter Andre

Die Palz mit ehre herrlich Pracht,
mit Orte, wo mer Urlaub macht,
die is fer mich wie en Gewinn –
e Gligg, dass ich en Pälzer bin

Bunte Blume, griene Wälder,
Schdolzes Wild un braune Felder,
uff Schusters Rappe uff de Walz –
des is unser schäänie Palz!

Rewe schbrieße iwwerall,
de Briegel is en Schdar am Ball,
Pälzer leit – des is doch wohr –
schdechen immer klar hervor!

Burge, Schlösser, Deeler, Höhe,
alles gibt’s bei uns zu sehe,
guude Mensche mit viel Sinn –
e Gligg, dass ich en Pälzer bin!

Feschde fei’re, Schoppe mache,
uuze, ulke un viel lache,
Kogelores un aach Schbaß –
mer Pälzer sin e klorie Rass‘! 


Ja sogar de Petrus schnallt’s!
un er ruft aus vollem Hals:
Gäb’s die Palz net uff de Erd‘ –
wär die Welt die Hälft‘ nor wert!


Falls ich in de Himel kumm,
redd‘ ich garnet lang drumrum.
Ich saach em Herrgott klipp un klar:
Danke, dass ich en Pälzer war! 

Ciao bella Italia!

 

Da ja morgen das Halbfinalspiel Italien-Deutschland ist, hab ich mir gedacht ich stell mal die Kueche Italiens ein bischen vor. Wobei ich natuerlich aber auf einen Sieg fuer Deutschland hoffe!

Wer liebt nicht Pasta, Gnocchi, oder Lasagne? Den Duft von Basilikum und Thymian? den Geschmack von Parmaschinken und Parmesan? Frische Tomaten, Oliven und Knoblauch?

Das alles und noch mehr ist der Geschmack, der Geruch von Italien. Keine Kueche ist weltweit beliebter als die italienische. Jedoch ist auch keine Kueche so komplex wie die des Mittelmeerlandes. Jede der 20 Regionen hat einen eigene kuechentechnische Entwicklung durchlaufen, was aus den sich aus dem jeweiligen Klima und den historischen Entwicklungen ableitet. Ich werde versuchen jede Region vorzustellen und die typischen Gerichte hervorheben.

Beginnen wir unsere kleine kulinarische Rundreise im Sueden mit Sizilien.

Sizilien

Die Kueche der Insel Siziliens ist die vielseitigste, man kann es aber auch zusammenstreichen und sagen: Nudeln, Fisch und Suessigkeiten. Aber das waere zu einfach.

Neben Zitrusfruechten, Tomaten, Oliven findet man auch wilden Spargel, Kapern und Artischocken. Mandeln, Pistazien und Pinienkerne sind reichlich vorhanden. Im Meer wimmelt es von Thunfsich, Sardinen, Sardellen und Schwerfischen, abe rauch einer grossen Zahl an Meeresfruechten. Nicht zu vergessen sind Pecorino oder RIcotta, die bekanntesten Kaesesorten der Region.

Typische Gerichte Siziliens sind:

Sfincione (Pizza aus Brotteig), Pasta mit Sardellen oder Auberginen, Siziliane (gefuellte Rouladen), Couscous mit gekochtem Fisch und Blumenkohl, Cassata di Siciliana ( eine Torte aus Bisquit , Ricotta und kandierten Fruechten) und viele verschiedene Eissorten und Granitas.

 

Sardinien

Die sardische Kueche ist die einfachste von ganz Italien. Sie besteht zum Grossteil aus Brot, Kaese und Fleisch. Frueher suchten sich die Maenner der Insel ihre Frauen nach dem Geschick beim Brotbacken aus. Eine Osterspezialitaet ist das Pani artistici , ein Brot aus Hartweizengriess, da mit Orangen, Nuessen und Aepfeln verfeinert wird und in dekorativen Formen gebacken wird.

Fleisch wird meist gegrillt oder gebraten, haeufig werden zu den Fleischgerichten Ziegen und Schafskaese gereicht. Es mangelt nicht an Ziegen, Schafen, Rindern aber auch Pferde, Wachteln und Wildschwein wird verwendet. Auch in Sardinien spielt Pasta eine grosse Rolle.

Kalabrien

Kalabrien bietet sowohl mediterane Kueche als auch deftige Speisen. Fischgerichte mit Gemuese sind in grosser Zahl zu finden. Auch FLeisch und Pilzgerichte. Eine besondere Specialitaet ist gegrilltes Wildschwein am Spiess, genau so wie Pancetta , ein wuerziger Bauchspeck.

Typische Gerichte der Region:

Frittala (gebratene Speckschwarden), Haehnchen in Meerwasser gegart, Taube mit Oregano und oel        

 

Basilikata

Diese Region liegt in Sueditalien zwischen Stiefelspitze und Absatz. Angebaut werden vorallem Tomaten, Oliven, Paprika, Huelsenfruechte, Weizen, Kartoffel und Mais und natuerlich Zitronen und Orangen.

Fisch spielt in der Baslikata keine grosse Rolle, obwohl dieser Teil Italiens direkt am Meer liegt. Hier kommt auch die bekannt Salsiccia, eine scharfe , grobe Bratwurst , her. Der bekannteste Kaese ist der Provolone. Beliebteste Pastasorten sind Orecciette und Lasagne. Sehr gerne werden peperocini verwendet, kleine sehr scharfe Peperoni.

Typische Gerichte Basilkata’s:

Insalata Arance (Orangensalat), Nudeln mit Salsiccia, Schweineschmalz mit Fenchelsamen, Chiliund Salz abgeschmeckt, Copete (Mandelflocken)

 

Kampanien/Neapel

Die Region Kampanien ist ein sehr fruchtbarer Landstrich. Hier gedeihen Tomaten, Oliven, Knoblauch, Trauben, Peperoni und Feigen. Zu den bekanntesten Kaese gehoeren Mozzerella, Provolone, Scarmorza und Pecorino. Das Meer liefert Fische und Meeresfruechte.

Die Kueche Neapels und Kampanien’s sieht man als die „italienischste“ Kueche an. Viele Gerichte die man schlechthin als italienisch bezeichnet, kommen aus dieser Region.

Bekannte Gerichte die aus der Gegend um Neapel stammen:

Bueffelmozzerella, Carbonara, Spaghetti pomodoro, Vitello Tonnato, Spaghetti Vongole, Insalata Caprese. Und natuerlich die Pizza, die frueher als „Arme Leute Essen“ galt und einen siegeszug um die Welt antratt.

 

Apulien

Apuien ist die Kornkammer Italiens. Ein Grossteil des Hartweizens fuer Paste wird hier produziert. Aber Apulien ist auch der groesste Olivenoelproduzent Italiens.

Obst und Gemuese gedeihen dank des fruchtbaren Bodens und der intensiven Sonneneinstrahlung. Die angrenzende Adria liefert Fisch und Meeresfruechte.

Typische Spezialitaeten der Region:

Zuppa di Pesca (Fischsuppe), Tarandella (Wurst aus Thunfischfleisch), Bracioline (Rind und Pferdfleischrouladen)

 

Molise

Molise ist die 2 kleinste Region Italiens. Die Kueche ist hier ehr bodenstaendig, auf Tradition bedacht und sehr scharf.

typische Gerichte aus Molise:

Fenchelsuppe mit Stockfisch, Polenta Maritata, Torrone (Gebaeck das an Nougat erinnert und mit Feigen und Nuessen gefuellt ist.

 

Abruzzen

Durch die Armut der Region ist die Kueche hier sehr deftig und bodenstaendig, aber auch sehr einfallsreich. Rezepte werden noch von der Mutter an die Tochter weitergeben, ohne  Zutaten oder Zubereitung zu veraendern. Eine wichtige Zutat ist der peperoncino, ein scharfer roter Chili.

Auch der schwarze Trueffel ist hier zu finden. Ca. 50% der schwarzen Trueffelernte Italiens kommen aus den Abruzzen. Eine grosse Rolle spielt die Schafzucht, so das man viele Gericht aus Lamm, Schaf oder Zicklein findet und was sich auch auf den Kaese der Region auswirkt. So findet man Pecorino, Caciocavallo oder Caciotta. Durch die Naehe zur Adria wird auch Fisch sehr geschaetzt. Ebenfalls von hier kommt der italienische Safran, der in der Provinz L’aquila angebaut wird. Weiter besondernheiten sind schwarze Linsen und roter Knoblauch.

Spezialitaeten der Abruzzen sind:

Zuppa di pesca (Fischsuppe), agnello all’arrabiata (Lamm mit viel Chili), Ventricina (eine Salamiart), sogliole alle olive (Seezunge mit Oliven, Knoblauch und Zitronensaft), confetti (Zuckermandeln), Porrozzo (Kuchen mit Mandeln)

 

Latium

Latium oder auch Lazio genannt, ist die Gegend um Rom, und eine landwirtschaftlich gepraegte Gegend. Viele Obst und Gemuesesorten werden angebaut und verwendet. Aber auch Viehzucht wir gross geschrieben. Ebenfalls wie in anderen Regionen Italiens, spielt auch die Olivenernte eine grosse Rolle und das daraus gewonnen Oel .

Typische Gerichte der Region sind:

Pancotto (Brotsuppe), Fruttata burina (Omlett mit Kopfsalatherzen und Kaese), animelle al Proscuitto ( Bries mit Schinken), suppli al telefono (frittierte Reisbaellchen mit Mozzerrella gefuellt, Ricottapudding mit Zitronen, Zimt , Zitronat

 

Umbrien

Umbrien wird auch das gruene Herz Italiens genannt, oder auch die kleine Schwester der Toskana.  Aus diesen Bezeichnungen kann man schon ablesen, das es eine sehr fruchtbare Landschaft ist. Umbrien ruehmt sich auch  3 „goldarten“ zu haben : das gruene Gold (Olivenoel), das schwarze Gold (schwarze Trueffel), das weisse Gold (weisse Trueffel)

specialitaeten der Region:

mazzafegar (Schweineleberwuerstchen), Minestra di farro (eine Art Griesssuppe), Spanferkel vom Grill, Spaghetti alla norcina (Spaghetti mit einer Sauce aus Wurst, Sahne, Kaese und weissem Trueffel), Stringozzi (Nudelsalat mit Knoblauch, Oel und Tomaten), Torcolo (ein Bisquitkuchen der in Wein getaucht wird)

 

Emilia Romana

Die Kueche der Emilia Romana gilt als die typischste und beste Italiens.

Neben Olivenoel wird auch viel Butter und Schmalz zum kochen verwendet. Ausserdem auch viele Kraeuter und Kastanien. Von hier kommen auch viele der bekanntesten Wurst und Salamiarten : Coppa, Pancetta, Culatello, Parmaschinken, Mortadella. Aber nicht nur Wurst, Schinken und Salami sind beliebt, sondern auch der Kaese. So wird hier der wohl beruehmteste Kaese Italiens hergestellt, der Parmigiano-reggiano oder Parmesan. Ebenfalls findet man auch weiter bekannte Kaesesorten Italien hier: Taleggio, Mozzerrella di bufalo, Gorgonzola, Grana Padano, Pecorino, Ribiola oder Provolone. Auch der Aceto balsamico kommt aus der Emilia Romana. Da der Name Balsamico nie rechtlich geschuetzt wurde, darf sich jeder Essig Balsamico nennen, auch wenn er nicht auf traditionelle Art hergestellt wurde.

 

Toskana

Die Toskana bietet eine sehr einfache, schlichte Kueche. EIn Hauptbestandteil der Nahrungsmittel ist ein weisses ungesalzens Brot, das oft nicht nur als Saettigungsbeilage, sonder als komplette Mahlzeit dient. Eine grosse Rolle spielt auch Fisch und Seafood, genauso wie Fleisch und Gefluegel.

Typische Gerichte der Region:

Cacciucco (Fischsuppe), verschiedene Salamiarten, Ricotta, Sardellentarte, Artischokenrisotte, Bombolonie (eine Art Krapfen), Cantuccini

 

Lingurien

Die bekannteste Specialitaet Linguriens ist die Pesto Genovese. Pesto wird aus Basilikum, Piniekernen, Knoblauch und Parmesan hergestellt.

Weitere typische Gerichte sind:

Pansoti con salsa die noci (Ravioli mit Gemuesefuellung und Walnuss-Sosse), Foccaccia, Burrida dei Stoccafiss0 (Eintopf aus Stockfisch), Gemuesetarte, Tomacelle (gefuellte Kalbsroellchen), Panettone, Torta de Zucca (Kuerbistorte)

 

Venetien

Venedig und die Region Venetien waren immer eine reiche Region. Durch den Seehandel mit Afrika und Asien waren Gewuerze, exotische Produkte billiger als in anderen Orten Italiens und immer verfuegbar. Dazu kommen noch die Einfluesse der K.u.K. Laender.

Dominiert wird die Kueche von Reis, Mais, und Bohnen, wodurch man viele Risotti aber auch Polenta findet. Butter und Sahne wird hier dem Oel vorgezogen und Pizza gehoert ebenfalls nicht zu den typischen Produkten Venetiens.

Specialitaeten der Region:

Minestra di pasta e fagioli (Pasta und BOhnensuppe), Gnocchi, Risotto, Polenta, Risotto Nero (mit Tintenfischtinte schwarz gefaerbter Risotto), Risi bisi (Reis mit Erbsen), Fregolatta (Kruemmeltorte)

 

Friaul-Julisch Venetien

Die Gegend rund um Triest wurde stark von Oesterreich und Slowenien beeinflusst. Noch heute findet man unter den traditionellen Gerichten Gulasch, Sachertorte und Dobos-Torte.

Typische Gerichte der Region sind:

Proscuitto di san Danielle, Pancetta, Frico (Kaesefladen aus der Pfanne), Blutwurst, Pinza (suesser Hefeteigkuchen) Strudelteig

 

Trentino-Suedtirol

Durch die Abgeschiedenheit dieser Region, ist es die am wenigsten „italienischen“ Kueche. Hier findet man typisch deutsche Gericht wie Sauerkraut, ungarische wie gulasch aber aus Knoedelrezepte aus Oesterreich. Es ist eine sehr herzhafte, kalorienreiche Kueche. Das bekannteste Gericht der ehr aermlichen Kueche ist Polenta. Auch Brot spielt eine grosse Rolle, woraus sich Brotsuppe, Brotsalat aber auch das bekannte Suedtiroler Schuettelbrot entwickelt haben.

Weitere typische Gerichte sind:

Zuppa di farina tostada (Mehlsuppe), Tiroler Bauernspeck, Schlutzkrapfen, Groestl, Speckknoedel, Polenta, Polenta nera (Polenta aus Buchweizen mit Sardellen), Schweinebraten, Bauernkaese

 

Lombardei

Auch in dieser Region wird lieber Butter als Oel benutzt, mehr Reis als Pasta und viel Speck und Polenta. Bekannt ist die lombarische Kueche fuer ihre Suppen, Sossen und Schmorgerichte. Seen wie der Lago Maggiore, Gardasee oder Comesee, liefern Suesswasserfische und Krebse. Das bekannteste Gericht ist das Risotto Milanese.

bekannte Gerichte der Region:

Ossobuco, Vitello Tonnato, Tortelli die Zucca (Kuerbisravioli), Bresaola (Salami), Mostarda cremonese (suesser Senf), Pantettone und natuerlich nicht zu vergessen Piccata Milanese

 

Piemont

Im Piemont vereingen sich kraeftige Aromen mit raffinierten Elementen. Butter und Speck wird Oel vorgezogen.

Auch findet man weniger gegrillte oder kurzgebratene Speisen, sondern mehr geschmorte Gerichte. Piemont ist auch das groesste Reisanbaugebiet Europas.

Die aber wohl kostbarste Kochzutat der Region ist der Trueffel. Weisser Trueffel aus Alba zaehlt zu en teuersten der Welt.

Gerichte des Piemont:

Camoscio dalla piemontese (geschmrotes Gemsenfleisch), Carne crusa (eine Art Tartar), Fonduta (Kaesefondue das man als Beilage zu Risotto oder Pasta isst und das oft mit weissem Trueffel verfeinert wird), Zabaglione (ein Eischaum mit Marsala) Panna Cotta, Grissini

 

Aostatal

Dies ist die kleinste Region Italiens. Die Kueche ist schlicht aber autentisch.Man findet Einfluesse der franzoesischen udn schweizer Kueche. Kastanien sind Grundlage vieler Gerichten. In Notzeiten wurde aus ihnen sogar Wurst hergestellt.

Auch ein sehr leckeres Walnussoel wird im Aostatal hergestellt.

Beliebte Gerichte der Gegend:

Motzetta (luftgetrocknetes Rindfleisch mit Bergkraeutern), Lardo (weisser, wuerziger Bauchspeck), Polenta, cardonada ( Ochsenfleisch mit Zwiebeln und Rotwein) Waldbeeren mit Sahne, Blanc Manger (Suessspeise mit Schlagsahne und Kastanien)

 

Natuerlich bietet die Kueche Italiens ncoh viel, viel mehr. Ich hab hier nur einen kurzen Ueberblick geboten. Es gibt unzaehlige Kaese, Salamiarten, Schinkensorten, Pastas, risotti und Fleischgerichte. Viele Ofengerichte wie Lasangne, Canneloni, Tortellini al forno. Daneben Fisch und Meeresfruecht. Nicht zuvergessen, Tiramisu, Tartufo, und viele viele Eissorten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Topfen (Quark)knoedel

Eine meiner Lieblings-Suessspeisen aus Oesterreich sind Topfenknoedel.

 

200g trockenen Quark

50g Milch

3 Eier

Salz

2 Essl. Zitronensaft

50g Zucker

150g gemahlenes trockenes Weissbrot ( ohne Kruste)

evtl. etwas Griess

 

1. Den Quark mit dem Zucker, der Milch und den Eiern verruehren, Salz und Zitroenensaft dazu geben und das gemahlene Weissbrot dazugeben

2. Den Teig etwas ruhen lassen, damit das Weissbrot aufquellen kann und der Teig bindet.

3. Einen Topf mit Wasser aufstellen und zum kochen bringen

4. Sollte der Teig zu weich sein, etwas Griess unterruehren.

5. Mit nassen Haenden kleine Knoedel formen und in das kochende Wasser geben

6. Temperatur runter nehmen und die Topfenknoedel ziehen lassen bis sie an die Oberflaeche ploppen

7. In einer Pfanne Butter zerlaufen lassen, Semmelbroesel und Zucker dazugeben und kurz anroesten,

8. Die fertigen Knoedel in der Semmelbroeselmasse rollen, bis sie komplett damit ueberzogen sind

9. Man kann dazu jede Art von Obst oder Obstkompott essen

 

Guten Appetit

 

Servus in Austria!

Heut werde ich mal ein bischen ueber die Kueche Oesterreichs erzaehlen, dem Geburtsland meiner Oma.

Neben Suessspeisen wie Topfenknoedeln, Palatschinken oder Germknoedel hat die oesterreichische Kueche aber noch viel mehr zu bieten. Durch die K.u.K Monarchie findet man Einfluesse verschiedener Kuechen, wie Ungar, Tchechien oder auch Italien. Daneben blieben auch viele Dinge aus der Tuerkenbelagerung haften. So zum Beispiel die Vorliebe der Oesterreicher fuer Kaffee und Mokka, was man vorallem in Wiener Cafehaeusern heute noch richtiggehend zelebriert.

Dort findet man auch die weltbekannten Torten und Gebaecke der oesterreichischen Konditioren. Sachertorte, Dobobs Torte , Prinzregententorte

In den Restaurans tummeln sich neben Wienerschnitzel, Tafelspitz, Krenfleisch ode Backhendl auch Knoedel aller Art, Wildgerichte und natuerlich die bekannten Suessspeisen .So findet man auch in jeder Region Oesterreichs verschiedene Schmankerl die typisch fuer den jeweiligen Landschaftsstrich sind

Niederoesterreich

Hier werden sehr viele Mariellen (Aprikosen ) angebaut, die man dann als Marmelade, Mariellenknoedel oder Mariellenstrudel wieder auf der Speisekarte findet. Ebenfalls angebaut wird auch M.ohn, den jeder als Topping auf Germknoedel oder auch als Mohnkuchen oder auf dem Mohnstriezeln (geflochtene Broetchen mit Mohn bestreut) wiederfindet

Burgenland

Im Burgenland ist die Kueche stark von Ungarn beeinflusst , was auf die lange zugehoerig zum ungarischen Teil der K.u.K. Monarchie zurueck geht. Man verwendet viele Gerichte mit Huhn, Fisch aber auch mit Kohl und Paprika

Typisch fuer diesen Landstrich sind Kohlrouladen, Paprikahuhn, letscho oder grenadienmarsch (gericht aus Kartoffeln, Nudeln, Speck oder Wurst und Zwiebeln

Steiermark

Was wir alle kennen ist Steirer Kuerbiskernoel, ein sehr dunkles , zaehfluessiges Oel

Daraus ergibt sich aber auch eine Vielzahl an Kuerbisgerichten

Kaernten

Durch die vielen Seen des Kaerntner Landes (Woerthersee, millstaetter see….) findet  man eine vielzahl an Fischgerichten. Gerne werden auch Getreide, Milch und Fleisch verkocht

Eine Spezialitaet der Region sind Kaerntner Kasnudeln (eine Art Maultaschen gefuellt mit Quark und Minze

Oberoesterreich

Hier findet man vor allem eine Vielzahl an Knoedeln. Angefangen bei Kartoffelnknoedel, ueber Serviettenknoedel bis hin zu Fleischknoedeln

Die bekannteste Specialitaet Oberoesterreichs ist allerdings die Linzer Torte

Salzburg

Wer kennt nicht Salzburger Nockerl? Suess und locker

Auch merkt man im Salzburger Land die Einflusse von Italien. Auch viele Gerichte mit Preiselbeeren und Heidelbeeren und wie koennte es anders sein, viele viele Knoedelvarianten.

Tirol

Die Tiroler Kueche ist eine sehr deftige Kueche, gern verwendet werden Tiroler Speck findet man auch hier eine grosse Zahl an Knoedeln z.B. Speckknoedel, Spinatknoedel oder Kaeseknoedel. Eine weitere Spezialitaet sind Tiroler Schlutzkrapfen ode rauch Tiroler Groestl

Vorarlberg

Hier spielen Kaese und Kaeseprodukte eine grosse Rolle. Im Vorarlberger Land wird deshalb die Viehwirtschaft hauptsaechlich zur Milchgewinnung betrieben

Bekannte Gerichte der Region sind Flaedlesuppe, Kaesespaetzle, Apfelkuechlein, Vorarlberger Kaessuppe

Neben dem Essen spielt in Oesterreich auch das trinken eine grosse Rolle. Nicht nur die unzaehligen Kaffeesorten werden verkoestigt sondern auch Wein und Bier werden in grossen Mengen produziert und exportiert

Marokkanisches Huehnchen

Dieses Huehnchenrezept ist sehr orientalisch. Es werden viele verschiedene Gewuerze verwendet,

die dem Gericht die perfekte Note geben und alle Sinne angeregt werde.

Gewuerzmischung:

1 Essloeffel Zimt

1 Essloeffel gemahlener Ingwer

1 Essloeffel  Fenchelsamen

1 Teeloeffel Kreuzkuemmel

1/2 Teeloeffel Chilipulver, kann auch gern etwas mehr sein

1/2 Teeloeffel frischgeriebener Muskat

1 Muskatbluete

1 Essloeffel Sesamsamen

1 Essloeffel schwarzer Pfeffer

1 Teeloeffel Kardamonsamen

1 Essloeffel Koriander

Fenchel, Kardamon, Sesam, Kreuzkuemmel und Koriander kurz anroesten. Abkuehlen lassen, und mit den restliche Gewuerzen im Moerser zu Pulver zerreiben. Schon jetzt riecht die ganze Wohnung nach Orient!!!!!

4 Huehnerkeulen

1 grosse Zwiebel

3-4 Knoblauchzehen

1/2 – 1 liter Huehnerbruehe

75 g Rosinen

1 Bund Koriander

Abrieb einer Orange

Saft einer halben Orange

1. Huehnchen keulen rundherum in Oel anbraten

2. Zwiebel in feine Wuerfel schneiden

3. Knoblauch hacken

4. Rosinen kleinhacken

5. Koriander hacken

6. Zwiebel und Knoblauch mit 1-2 Essloeffel der Gewuerzmischung in etwas oel anbraten

7.Huehnchenkeulen wieder dazugeben

8. mit Huehnerbruehe abloeschen ( ich gebe erst einen halben Liter dazu und nach Bedarf nach und nach etwas mehr)

9. Wen die Huehnerkeulen gar sind wieder rausnehmen

10. gehackte Rosinen , Orangenabrieb und Orangensaft zugeben , einreduzieren lassen.

11. Huehnerkeulen wieder dazugeben, mit der Sosse mischen und das gehackte Koriandergruen dazugeben

Ich mache dazu immer ein Knoblauch-Kartoffelpuerree

Noch ein Tip: die Sosse sollte nicht zu duenn sein,  und mit der Gewuerzmischung kann man gerne auch grosszuegiger umgehen, aber das ist dann wieder Geschmackssache

Kartoffel-Knoblauch-Puerree

2 Knollen Knoblauch

1 kg Kartoffeln

Milch

Butter

Salz, Pfeffer

1-2 Essloeffel Parmesan

1. Knoblauch schaelen, die Zehen mit etwas Oel mischen und in Alufolie einpacken, ca. 20 min unter den Grill packen. Dabei gart der   Knoblauch  und sollte beim oeffnen des Paeckchen sehr weich sein

2. Kartoffeln schaelen, in Stuecke schneiden und in Salzwasser weichkochen

3. Milch erwaermen

4. Aus Karoffeln, weichem Knoblauch, Salz, Pfeffer, Milch und Butter ein Purree herstellen.

5. Am Schluss den Parmesan unterruehren. (Der Kaese ist aber nciht zwingend notwendig)